Daueraussstellung:
Geschichte und Geschichten rund um Karlsfeld
- Authentische Exponate seit der Gründung Karlsfelds
- Torfhütte, Gerätschaften zur Mooskultivierung
- Die Münchner Straße nach dem Siedlungsplan von 1802
- Aufbau von Wirtschaft und Verwaltung, der "Alte Wirt" Schule, Kirchenmodelle und religiöses Brauchtum
- Herkunft bekannter Karlsfelder aus den Ost-Gebieten
- Flucht und Vertreibung
- Erinnerungen an die verlorene Heimat im Osten
- Erste Errungenschaften nach dem 2. Weltkrieg
- Exponate aus Bad, Waschküche, Küche und Keller
- Leben in den 50er-Jahren
- Die Städtepartnerschaft mit Muro Lucano, Italien
Das Heimatmuseum Karlsfeld in der Gartenstraße 6 ist an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat geöffnet.
Eintrittspreis: 2 Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter www.heimatmuseum-karlsfeld.de im Internet. Besuchen Sie uns auch auf facebook.com/HeimatmuseumKarlsfeld.
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Sonderausstellung:
Das Bild der St. Anna-Kirche und der ehemaligen Sparkasse, links daneben, zeigt die drastischen Veränderungen, denen die Naturlandschaft unserer Gemeinde seit vielen Jahren ausgesetzt war und teilweise heute noch ist.
Aus einer menschenleeren, unberührten Mooslandschaft wurde in dieser Zeit durch unermüdlichen Arbeitseinsatz eine Kulturlandschaft mit Wohn- und Erholungsraum für mehr als 20.000 Menschen.
Die Sonderausstellung dokumentiert, wie seit der Besiedelung vor circa 200 Jahren die Landschaft unserer Heimat an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst wurde.
Für die ersten Siedler war die Urbarmachung der Moosgründe überlebenswichtig. Dazu mussten zur Entwässerung der feuchten Wiesen und Äcker Gräben ausgehoben und Bäche begradigt werden.
Später kam mit der Zunahme der Bautätigkeit für Straßen und Häuser noch die Kiesgewinnung als Wirtschaftszweig hinzu. Die geologische Situation auf dem Gebiet der Gemeinde mit ihrer meterdicken Schotterschicht eignete sich dafür in besonderer Weise. Die Folge waren seit den 1930er Jahren Kiesgruben, die sich wegen des hohen Grundwasserspiegels in Karlsfeld in kürzester Zeit mit Wasser füllten und in Seen verwandelten.
Zuletzt kam in den Nachkriegsjahren noch der massive Siedlungsdruck auf das Gemeindegebiet hinzu, als Tausende von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den Lagern in der Umgebung sich in Karlsfeld mit seinen guten Arbeits- und Verkehrsbedingungen niederlassen wollten. In den 50er Jahren wuchs die Einwohnerzahl von 2.000 auf 6.600 und es wurden mehr als 30 neue Straßen auf der grünen Wiese angelegt. Dieser Siedlungsdruck hält auf Grund der günstigen Standortbedingungen in der Metropolregion München bis heute an, wo Karlsfeld mehr als 20.000 Einwohner zählt.
Abschließend thematisiert die Ausstellung aber auch das Umdenken in der Gesellschaft in den letzten 50 Jahren, das unter anderem durch die Arbeit von Naturschutzorganisationen und ökologisch orientierten Parteien ausgelöst und getrieben wurde. In der Realität zeigt sich dieser Trend durch die Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die Schaffung von Ausgleichsflächen und Durchführung von Renaturierungen von Bächen.
Alle Entwicklungsschritte des Natur-Wandels in Karlsfeld werden mit Fotos, Exponaten und Informationen in der Ausstellung ausführlich dargestellt. Auch wird an das Wirken des Karlsfelder Naturschützers Josef Koller erinnert.
Die offizielle Eröffnung ist am Internationalen Museumstag, 17. Mai 2026, um 14 Uhr.
Die Ausstellung wird dann bis zum Herbst immer am 1. und 3. Sonntag im Monat, von 14 bis 17 Uhr, zusammen mit den Dauerausstellungen im Heimatmuseum Karlsfeld in der Gartenstraße 6 gezeigt. Die Besucher dürfen gespannt sein, über ‚NaturWandel in Karlsfeld – von den „Öden Gründen“ zur Kulturlandschaft‘. |