Hochwasser im Landkreis Dachau: Das Landratsamt informiert

Soforthilfe Hochwasser 2024 - Antrag auf finanzielle Unterstützung

Das Staatsministerium der Finanzen und für Heimat stellt im Rahmen einer Soforthilfeaktion finanzielle Unterstützung für die Geschädigten bereit, die durch die Unwetterereignisse Ende Mai und Anfang Juni 2024 erhebliche Schäden erlitten haben.

 

Auch der Landkreis Dachau fällt in den Geltungsbereich dieser Soforthilfe. Den Link hierzu finden Sie hier:

 

https://www.landratsamt-dachau.de/landkreis-kultur-tourismus/landkreis/hochwasser-2024/  

 

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Stand 06.06.2024 

Update: Hochwasser im Landkreis Dachau 

 

Aufgrund der erhöhten Nachfrage in Petershausen wurden die zusätzlichen Container in die Hochstraße in Karlsfeld verlegt. 

 

Bürgerinnen und Bürger aus Karlsfeld werden gebeten, den von Hochwasser betroffenen Sperrmüll auf den umliegenden Wertstoffhöfen oder bei der GfA in Geiselbullach zu entsorgen. 

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. 

 

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Stand 06.06.2024

Recyclinghof Petershausen wieder geöffnet 

 

Der Recyclinghof Petershausen ist wieder geöffnet. Es gelten die bekannten Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 15.00 – 18.00 Uhr und Samstag, 9.00 – 14.00 Uhr.

 

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Stand 05.06.2024

Zusätzliche Entsorgungsmöglichkeit in Karlsfeld

 

Großparkplatz an der Hochstraße Karlsfelder See. 

 

 

04.06.2024 (Meldung der Gemeinde Karlsfeld)

Sammelstelle für gebrauchte Sandsäcke in Karlsfeld

 

Nicht mehr benötigte Sandsäcke können ab sofort beim Bauhof der Gemeinde Karlsfeld, Hochstraße 188, 85757 Karlsfeld (nicht beim Wertstoffhof!) zu folgenden Zeiten abgegeben werden.

 

 

Mo-Do: 8-15:30 Uhr

Fr.: 08-11:30 Uhr.

 

Die Sandsäcke werden dort zentral gesammelt und entsprechend sortiert.

 

Sollten Sie am Wochenende Sand von den Spielplätzen entnommen haben, schütten Sie diesen bitte nicht wieder in die Sandkästen zurück! Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!  

 

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Bürgertelefon für das Hochwasser im Landkreis Dachau


Ab Sonntag, den 2. Juni 2024 steht ab 10:00 Uhr steht den Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ein Bürgertelefon für Informationen und allgemeine Fragen rund um das Hochwasser und Folgen im Landkreis Dachau zur Verfügung.

Telefonnummer: 08131 74-250 und -131 (Landratsamt Dachau).

 

 

Soforthilfeprogramm für Hochwassergeschädigte

Information der Kommunalen Abfallwirtschaft 

 

Die vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger können in dieser und nächster Woche den zu entsorgenden Sperrmüll auf den Recyclinghöfen im Landkreis Dachau kostenlos abgeben. Soweit die Kapazitäten der Recyclinghöfe es zulassen, werden alle brennbaren Gegenstände kostenlos im Sperrmüll angenommen.

WICHTIG:
Elektrogeräte müssen über die Elektroschrottcontainer entsorgt werden, diese dürfen nicht in den Sperrmüllcontainer (Brandgefahr). Kühlgeräte dürfen nur über den Kühlgerätecontainer entsorgt werden.

 

Die nicht vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden gebeten von Sperrmüllanlieferungen abzusehen, damit genügend Kapazitäten für die Hochwassergeschädigten vorhanden sind.

 

Heute Nachmittag sind bereits außerplanmäßig die Recyclinghöfe in Vierkirchen und Dachau-Ost von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

Der Recyclinghof Petershausen ist überflutet und bis auf weiteres geschlossen.

 

05.06.2024

Wegen begrenzter Sperrmüllkapazitäten auf den Recyclinghöfen wenn möglich bitte auf Abfallheizkraftwerk ausweichen

 

An vielen Recyclinghöfen sind die Kapazitäten für die Annahme von Sperrmüll und brennbaren Kleinmüll aktuell erschöpft, zum Teil müssen Anlieferer bedauerlicherweise wegen Überfüllung abgewiesen werden. Wir arbeiten derzeit unter Hochdruck daran, die Kapazitäten aufrecht zu halten. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!


Bitte weichen Sie daher in solchen Fällen nach Möglichkeit auf das Abfallheizkraftwerk Geiselbullach, Josef-Kistler-Weg 22, 82140 Olching aus. Das Abfallheizkraftwerk nimmt bis 09.06.24 rund um die Uhr kostenlos Sperrmüll und brennbaren Kleinmüll aus Hochwasserschäden unbegrenzt an.

 

Bitte beachten Sie: Nicht brennbare Gegenstände wie z.B. Elektrogeräte, Metalle o.ä. und Problemabfälle nimmt das Abfallheizkraftwerk nicht an. Dieses Material muss zum Recyclinghof in die entsprechenden Container gebracht werden. Problemabfälle wie Lacke, gefüllte Spraydosen, Gifte etc. bitte beim Giftmobil abgeben. Der nächste Giftmobiltermin ist aktuell am Samstag, den 08.06.24 in Karlsfeld Recyclinghof Feldstraße von 9.00 – 13.00 Uhr.

 

03.06.2024

Soforthilfeprogramm für Hochwassergeschädigte Abfallheizkraftwerk Geiselbullach

 

Zusätzlich zur kostenlosen Abgabemöglichkeit von Sperrmüll auf den Recyclinghöfen können die vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger bis 14.06.2024 Sperrmüll und anderen brennbaren Kleinmüll im Abfallheizkraftwerk Geiselbullach, Josef-Kistler-Str. 22, 82140 Olching, kostenlos anliefern. Bei der Anlieferung ist der Personalausweis vorzulegen. Bitte informieren Sie an der Waage das Personal, dass es sich um Material aus einem Hochwasserschaden handelt. Es können nur brennbare Gegenstände abgegeben werden, Metalle, Bauschutt (Porzellan o.ä.), Problemabfälle (Chemikalien o.ä.) und Elektrogeräte können nicht im Heizkraftwerk angenommen werden. Diese Abfälle nehmen die Recyclinghöfe bzw. das Giftmobil an.

 

Die Anlieferung für die Hochwassergeschädigten ist zunächst bis einschließlich Sonntag, 09.06.2024, rund um die Uhr möglich.

Ab Montag, den 10.06.2024, gelten nach aktuellem Stand wieder die regulären Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 7.00 Uhr – 15.40 Uhr und Freitag 7.00 bis 12.00 Uhr.

 

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Lageinformation zum Hochwasser im Landkreis Dachau, 06.06.2024, 17:00 Uhr

 

Soforthilfen für Hochwassergeschädigte im Landkreis Dachau gestartet + Ersten Anträge bereits bewilligt + Abfallentsorgung in den besonders betroffenen Gebieten hat begonnen + Von Baden in Gewässern mit hohem Wasserstand und verringerter Sichttiefe wird dringend abgeraten 

 

Der Freistaat Bayern hat schnell und unbürokratisch Soforthilfen für die Hochwassergeschädigten zugesagt. Seit Mittwochmittag stehen die Antragsformulare zur Verfügung, die auf den Internet-Seiten des Landratsamts (www.landratsamt-dachau.de/hochwasser2024) abgerufen werden können. Bislang wurden über 400 Anträge heruntergeladen. Zusätzlich wurden mehr als 100 Formulare an Bürgerinnen und Bürger verschickt, die diese nicht selbst ausdrucken können. Auch die Gemeinden haben bereits zahlreiche Antragsformulare an die Betroffenen herausgegeben.

 

Am Donnerstag, den 06.06.2024, konnten dann auch bereits die ersten 20 Anträge bewilligt und zur Auszahlung angewiesen.

 

Das Landratsamt Dachau weist darauf hin, dass zu jedem Antrag eine Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite) zum Abgleich der Wohnadresse oder eine Bestätigung der Meldebehörde erforderlich ist. Notwendig ist es auch, dass im Antrag eine tatsächliche (geschätzte) Schadenssumme angegeben wird; also ein konkreter €-Betrag. Eine grobe Schätzung ist dabei ausreichend: Überzahlungen sind selbstverständlich von den Empfängern selbstständig zurückzugeben, am Ende tatsächlich höhere Kosten können – bis zu den Höchstbeträgen – auch im Nachgang berücksichtigt werden.

 

Für Anträge, die Ölschäden am Gebäude betreffen, muss entsprechend der Soforthilfenrichtlinie zusätzlich (mindestens) ein Kostenvoranschlag mit eingereicht werden. Geschädigten erhalten diesen bei einem Handwerker oder Sachverständigen.

 

Betroffene gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe im Landkreis Dachau können sich für eine Soforthilfe per E-Mail an die Regierung von Oberbayern wenden: hochwasser@reg-ob.bayern.de.

 

Landrat Stefan Löwl bedankt sich bei allen Beteiligten: „Mit höchster Professionalität haben wir während des Hochwassers zusammengearbeitet. Nun geht es an die Aufräumarbeiten und die Unterstützung der Betroffenen. Mit einer spontan eingesetzten Gruppe sowie der Unterstützung durch die Gemeinden sorgen wir im Landratsamt Dachau nun dafür, dass die Soforthilfen auch schnellstmöglich bei den Betroffenen ankommen. Hierzu ist es besonders wichtig, dass die notwendigen Angaben möglichst klar und vollständig sind, da notwendige Rückfragen nicht nur einen enormen Arbeitsaufwand, sondern auch eine deutliche zeitliche Verzögerung bedeuten.“

 

Um die Aufräumarbeiten in den besonders betroffenen Gebieten in Petershausen und Markt Indersdorf zu Unterstützen und den von Heizöl geschädigten Abfall zu entsorgen, werden die Bürgerinnen und Bürger seit heute nun auch direkt vor Ort unterstützt. Auch der Wertstoffhof in Petershausen ist zu den regulären Öffnungszeiten wieder geöffnet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage in Petershausen wurden die zusätzlichen Container aus der Hochstraße in Karlsfeld abgezogen. Bürgerinnen und Bürger aus Karlsfeld werden gebeten, den von Hochwasser betroffenen Sperrmüll auf den umliegenden Wertstoffhöfen oder bei der GfA in Geiselbullach zu entsorgen.

 

Das Landratsamt Dachau weist außerdem darauf hin, dass derzeit vom Baden in Gewässern mit hohem Wasserstand und verringerter Sichttiefe dringend abgeraten wird. Eine mikrobiologische Überprüfung der Badeseen wird am Montag durch das Gesundheitsamt erfolgen.

 

 

Lageinformation Hochwasser im Landkreis Dachau, 04.06.2024, 14:00 Uhr

 

+++ Wasserstände sinken, Grundwasserstände auf sehr hohem Niveau + Beantragung von Soforthilfen des Freistaates Bayern ab spätestens Donnerstag möglich + Aufräumarbeiten und Entsorgung von Sandsäcken und sonstigen vom Hochwasser betroffenen Sperrmüll + Sicherheitshinweise +++

 

Mit den aktuellen Wetterprognosen sinken auch die Wasserstände der Bäche und Flüsse im Landkreis Dachau. Auch der Pegel der Amper am Auslauf Ammersee wird die Meldestufe 2 voraussichtlich nicht erreichen. Von dort kann in den kommenden Tagen jedoch noch einmal ein erhöhter Wasserstand über die Amper kommen, mit einem Höchststand ist jedoch nicht zu rechen. Die Grundwasserstände werden noch einige Zeit auf sehr hohen Niveau bleiben.

 

In diesem Zusammenhang widerspricht das Landratsamt Dachau auch Meldungen, wonach der Ammersee bewusst „abgelassen“ würde. Eine Zuflusssteuerung in die Amper ist am Ammersee rein technisch gar nicht möglich, da es keine entsprechenden Wehranlagen gibt. Trotzdem gibt es immer wieder besorgte Anrufe von Bürgerinnen und Bürger, die sich aufgrund dieser Falschmeldungen vor einer „Flutwelle“ entlang der Amper fürchten.

 

Derzeit fokussieren sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und BRK im Landkreis Dachau auf das Auspumpen von Kellern und Tiefgaragen, die Ölwehr bzw. Beseitigung von Ölschäden sowie die Aufräumarbeiten in den besonders betroffenen Bereichen in Markt Indersdorf und Petershausen. Einige Einsatzkräfte des THW sind seit heute auch im überregionalen Einsatz und unterstützen den Katastrophenschutz im Landkreis Freising. Da die Grundwasserstände teilweise noch immer sehr hoch sind, ist in manchen Gebäuden ein Abpumpen des eingedrungenen Wassers aus den Kellerräumen immer noch nicht möglich.

 

Für Personen bzw. Haushalte, die direkt von dem Hochwasser betroffen sind stehen seitens der Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat Soforthilfen zur Verfügung:

  • Es wird eine Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ in Höhe von bis zu 5.000 Euro je Haushalt gewährt (bei Versicherbarkeit Abschlag von 50 %).
  • Zudem wird eine Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“ in Höhe von bis zu 10.000 Euro je Wohngebäude gewährt (bei Versicherbarkeit Abschlag von 50 %).

Voraussetzung für die Auszahlung dieser Hilfen ist ein Antrag bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde. Im Landkreis Dachau wird eine Antragstellung in digitaler Form voraussichtlich ab spätestens Donnerstag unter der Adresse http://www.landkreis-dachau.de/hochwasser2024 möglich sein.

 

Auch für Unternehmen und Angehörige freier Berufe sowie für die Land- und Forstwirtschaft werden Soforthilfen gewährt. Die Ministerien arbeiten derzeit an der konkreten Umsetzung.

 

In den meisten betroffenen Gebäuden haben die Aufräumarbeiten bereits begonnen. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Gebrauchte Sandsäcke in Privathaushalten werden zentral bei den Gemeinden gesammelt. Betroffene Bürgerinnen und Bürger informieren sich über Ort und Abgabezeiten bitte direkt bei ihrer jeweiligen Gemeinde.
  • Für die besonders betroffenen Gebiete in Markt Indersdorf, Petershausen, Karlsfeld und Dachau-Süd arbeitet die kommunale Abfallwirtschaft derzeit an zusätzlichen Entsorgungsmöglichkeit vor Ort. Das Landratsamt Dachau sowie die jeweiligen Gemeinden informieren die Betroffenen direkt, sobald die konkreten Orte und Zeiten festgelegt sind. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass dort nur Sperrmüll entsorgt werden kann. E-Schrott oder Problemabfälle müssen am Wertstoffhoff oder beim Giftmobil entsorgt werden.
  • Vom Hochwasser geschädigte, thermisch wiederverwertbare (=grds. brennbare) Gegenstände können ebenso wie verdorbene Lebensmittel auch direkt bei der GfA in Geiselbullach abgegeben werden.

 

Das Landratsamt Dachau weist weiterhin dringend darauf hin, dass die Strömungen in den Bächen, Flüssen und auf überfluteten Flächen teilweise sehr gefährlich und nicht berechenbar sind. Die Bevölkerung wird gebeten, sich von den Wasserläufen fernzuhalten. Das Landratsamt weist auch darauf hin, dass nach den Überflutungen Wege und Straßen ggf. unterspült sind. Die Straßenbaulastträger sowie die Gemeinden kontrollieren die entsprechenden Bereiche in den kommenden Tagen. Sowohl Fußgänger und Radfahrer wie auch Autofahrer sollten in diesen Bereichen jedoch erhöhte Vorsicht walten lassen.

 

Nach wie vor gibt es keinerlei Einschränkungen bei der gewohnt guten Trinkwasserqualität. Um die Kläranlagen im Landkreis weiter zu entlasten, bittet das Landratsamt Dachau jedoch darum, Wasser zu sparen.

 

Notrufe erfolgen weiterhin immer über die 112. Für allgemeine Fragen steht auch weiterhin das Bürgertelefon zur Verfügung. Es ist von 8:00 bis 13:00 Uhr unter (08131) 74-250 zu erreichen.

 

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Lageinformation Hochwasser im Landkreis Dachau, 03.06.2024, 16:30 Uhr

 

Seit den frühen Morgenstunden sind die Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW und des BRK im Landkreis Dachau wieder im Einsatz. Zwei zusätzliche Ölwehrkontingente aus den Landkreisen Rosenheim und München unterstützen die lokalen Kräfte mit weiteren 100 Einsatzkräften und spezialisierten Gerätschaften bei der Spezialaufgabe Ölwehr. Der Schwerpunkt der Einsätze liegt heute auf der Schadensbeseitigung, sofern die Pegelstände dies bereits zulassen. Teilweise sind die Pegel jedoch noch immer zu hoch, sodass ein Leerpumpen von Kellern und Tiefgaragen noch nicht überall möglich ist; insbesondere im Gemeindegebiet Karlsfeld.

 

Nach Prognose des Wasserwirtschaftsamtes München kann es aufgrund des anhaltenden Niederschlags weiter zu leichten Anstiegen der Flüsse kommen. Im Landkreis Dachau stagnieren die Pegel derzeit, je nach Witterung sind sie leicht steigend. Auch das Grundwasser stagniert derzeit auf hohem Niveau. Das Landratsamt Dachau weist dringend darauf hin, dass die Strömungen in den Flüssen sehr gefährlich und nicht berechenbar sind. Die Bevölkerung wird gebeten, sich von den Wasserläufen möglichst fernzuhalten. Das Landratsamt weist auch darauf hin, dass nach den Überflutungen Wege und Straßen ggf. unterspült sind. Die Straßenbaulastträger sowie die Gemeinden kontrollieren die entsprechenden Bereiche in den kommenden Tagen. Sowohl Fußgänger und Radfahrer wie auch Autofahrer sollten in diesen Bereichen jedoch erhöhte Vorsicht walten lassen.

 

Um die vom Hochwasser geschädigten Landkreisbewohnerinnen und -bewohner schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wurden am Montag, den 03. Juni 2024, außerplanmäßig zwei Wertstoffhöfe in Dachau und Vierkirchen für die Entsorgung von Sperrmüll geöffnet. Ab Dienstag stehen alle Wertstoffhöfe außer Petershausen für die Annahme von Sperrmüll bereit. Vom Hochwasser geschädigter Sperrmüll kann dort vorerst kostenlos abgegeben werden. Für die besonders betroffenen Gebiete in Markt Indersdorf, Petershausen, Karlsfeld und Dachau-Süd arbeitet die kommunale Abfallwirtschaft derzeit an einer zusätzlichen Entsorgungsmöglichkeit vor Ort. Das Landratsamt Dachau informiert umgehend, sobald die konkreten Orte und Zeiten festgelegt sind. Der Wertstoffhof in Petershausen bleibt bis auf weiteres geschlossen. Die Kommunale Abfallwirtschaft arbeitet gemeinsam mit der Gemeinde an einer vorübergehenden Lösung. Von Hochwasser geschädigte, thermisch wiederverwertbare (=grds. brennbare) Gegenstände können auch direkt bei der GfA in Geißelbullach abgegeben werden.

 

Es gibt keinerlei Einschränkungen bei der gewohnt guten Trinkwasserqualität. Um die Kläranlagen im Landkreis weiter zu entlasten, bittet das Landratsamt Dachau jedoch darum, Wasser zu sparen.

 

In der Berufsschule in Dachau findet ab morgen (Dienstag, 03.06.2024) wieder regulärer Unterricht statt.

 

Notrufe erfolgen weiterhin immer über die 112. Für allgemeine Fragen steht auch weiterhin das Bürgertelefon zur Verfügung. Sie erreichen es von 8:00 bis 12:00 Uhr und bis Donnerstag auch von 14:00 bis 18:00 Uhr.

 

Landrat Stefan Löwl bedankt sich bei allen Helfenden und der gesamten Bevölkerung: „Die vielen Einsatzkräfte, aber auch so viele vom Hochwasser Betroffene, haben in den letzten Stunden unermüdlich gearbeitet. Auch die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft ist ein überwältigendes Zeichen. Ich danke allen für das Miteinander und die Hilfe, die geleistet wurde und nach wie vor geleistet wird.“

 

 

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Lageinformation im Landkreis Dachau, 2. Juni 2024 - 17:15 

 

Mit weit über 1.500 Einsätzen sind die Einsatzkräfte der Feuerwehren, von THW und BRK im Landkreis Dachau trotz des nachlassenden Regens im Dauereinsatz. Schwerpunkte sind derzeit Petershausen und Markt Indersdorf. Mit der Festlegung des Katastrophenfalls sind nun auch drei externe Hilfskontingente aus München, Garmisch-Partenkirchen und Rosenheim im Landkreis aktiv. Vorrangig werden Häuser und Keller ausgepumpt. Einige Keller sind mit auslaufendem Öl verunreinigt, welches gesondert entsorgt werden muss. Insgesamt sind über 600 Wohnhäuser im gesamten Landkreis vom Hochwasser betroffen.

 

Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner in den vom Hochwasser betroffenen Wohngebieten mussten vorübergehend ihre Wohnungen räumen. Insgesamt wurden vergangene Nacht 39 Erwachsene und ein Säugling von der Wasserwacht aus den überschwemmten Gebieten gerettet.

 

Auch in Dachau-Süd sowie in Karlsfeld laufen aufgrund des hohen Grundwasserspiegels weiterhin Keller und Tiefgaragen voll. Die B471 war nach einem Unfall zeitweise in beide Richtungen gesperrt, nun gilt eine Tempobeschränkung von 30 km/h aufgrund des immer wieder überlaufenden Wassers und der daraus resultierenden Aquaplaninggefahr. Die Autobahn A8 ist nach der Sperrung seit Mittag wieder in beiden Richtungen befahrbar. Auch viele Straßen und Brücken entlang der Glonn sind nach Ablauf des Wassers wieder passierbar. Die noch bestehenden Straßensperren sollten jedoch weiterhin unbedingt beachtet werden.

 

Derzeit verbleiben die Pegelstände der Glonn und Maisach auf einem hohen Niveau. Die Amper steigt punktuell derzeit weiterhin an. Das Landratsamt Dachau bittet die Bevölkerung umsichtig zu handeln und die Pegelstände z.B. auf der Seite https://www.hnd.bayern.de/pegel/meldestufen zu prüfen. Sollte es doch noch einmal zu Evakuierungen kommen, informiert die Feuerwehr in den betroffenen Gebieten.

 

Am Montag, den 3. Juni, startet der Schulbetrieb in allen Schulen außer in der Grundschule in Petershausen und in der Berufsschule Dachau. Dort entfällt der Unterricht aufgrund von entstandenen Wasserschäden.

 

Nach und nach beginnen bereits die Aufräumarbeiten. Um bei der Entsorgung des entstandenen Unrats zu unterstützen, öffnen voraussichtlich morgen Nachmittag zwei Wertstoffhöfe. Die Informationen, welche Wertstoffhöfe zu welchen Uhrzeiten geöffnet werden, steht morgen ab ca. 8:30 Uhr auf den Internet-Seiten des Landratsamts und wird über die sozialen Medien kommuniziert.

 

Solange der Katastrophenfall gilt ist das Bürgertelefon täglich von 8:00 – 12:00 Uhr und Montag bis Donnerstag auch von 14:00 bis 18:00 Uhr unter der 08131/74-250 und 08131/74-131 erreichbar. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Fragen rund um das Hochwasser stellen.

 

Landrat Stefan Löwl bedankt sich bei allen Einsatzkräften für den anhaltenden Einsatz: „Ich danke allen Hilfskräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr großes Engagement in dieser schwierigen Situation. Ein besonderer Dank gilt auch der Bevölkerung für ihr umsichtiges Verhalten und die Unterstützung der Einsatzkräfte.“

 

Am Rande des geplanten Besuchs von Staatsminister Hubert Aiwanger bei der 150 Jahr Feier der Freiwilligen Feuerwehr Tandern besuchte er gemeinsam mit Landrat Stefan Löwl, unserem Stimmkreisabgeordneten Bernhard Seidenath sowie dem Petershausener Bürgermeister Marcel Fath die Einsatzkräfte in Petershausen und machte sich in zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Einsatzkräften und betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern einen persönlichen Eindruck über die katastrophalen Auswirkungen des Unwetterereignisses in Petershausen. 

 

Foto: Landratsamt Dachau

 

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02.06.2024

Katastrophenfall im Landkreis Dachau festgestellt 

 

Im Landkreis Dachau sind in der Nacht zum Sonntag, den 02.06.2024, die Pegelstände an der Glonn, der Maisach sowie der Amper weiter angestiegen. In Petershausen wurden Teile des Hauptorts in der Nacht überflutet, die Einsatzkräfte haben bisher 11 Personen aus den überfluteten Bereichen gerettet, weitere Evakuierung werden vorbereitet.

 

Aufgrund der kritischen Entwicklung in Petershausen sowie weiterer angespannter Stellen in mehreren Gemeinden des Landkreises und um die Hilfeleistung besser koordinieren zu können, hat Landrat Stefan Löwl um 4:32 Uhr den Katastrophenfall festgestellt. Somit können Hilfeleistungen auch überörtlich in den Landkreis geschickt werden

 

Betroffen sind alleine in Petershausen über 50 Wohnhäuser. Die Asylunterkunft direkt neben der Glonn wurde bereits am Abend evakuiert. "Der Schritt wurde notwendig", sagt Landrat Stefan Löwl, da die örtlichen Kräfte nicht mehr ausreichen, um die zahllosen Einsatzstellen und kritischen Bereiche auch in den kommenden Stunden abarbeiten zu können. "Aus diesem Grund habe ich auf Bitten der Feuerwehreinsatzleitung sowie des Petershausener Bürgermeister Marcel Fath entschieden, den K-Fall festzustellen. Wir müssen nun alle Kräfte aktivieren und bündeln sowie externe Hilfeleistungskontingente koordinieren", so Landrat Stefan Löwl.

 

Für die Glonn erwartet das Wasserwirtschaftsamt, dass in den kommenden Stunden am Pegel Hohenkammer die Meldestufe 4 überschritten wird. Auch für die Amper wird die Meldestufe 3 erwartet. Dramatisch gestaltet sich auch die Lage in Markt Indersdorf und Altomünster sowie an der Maisach.

 

Die Bergkirchner Feuerwehren konnten unterstützt durch das THW Dachau sowie zahlreicher Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr München bisher die über die Ufer getretene Maisach eindämmen und eine Ableitung des Hochwassers über den Bulachgraben in die Amper erreichen. Das beim Hochwasser 2013 komplett überflutete Wohngebiet westlich des Bulachgrabens kämpft daher – wie viele andere Gemeinden im Landkreis – mit dem Eintritt von Grundwasser in Keller und Tiefgaragen. In Markt Indersdorf ist vor allem das Wohngebiet neben dem Volksfestplatz durch das Hochwasser der Glonn massiv betroffen.

In Altomünster muss das Rückhaltebecken trotz einer bereits am Samstag erfolgten Erhöhung durch Sandsäcke durch eine Hochleistungspumpe des THW beständig abgepumpt werden, damit die dahinterliegenden Wohngebäude nicht überflutet werden. Eine weitere Hochleistungspumpe des THW unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Sulzemoos, damit ein dortiger Graben nicht bis in Wohngebäude fließt.

 

Am gestrigen Samstag haben über 750 Kräfte der Feuerwehren, von THW und BRK im ganzen Landkreis über 1.200 Einsätze abgearbeitet. Trotzdem steht in vielen Keller noch immer das Wasser bzw. dringt aufgrund des hohen Grundwasserstands weiterhin ein. Ein sich aktuell deutlich abzeichnendes Problem sind zahlreiche ausgelaufene Öltanks. Die Bergung der beschädigten Tanks sowie das Abpumpen des kontaminierten Wassers wird in den kommenden Tagen eine große Herausforderung.

Es wird dringend davon abgeraten, die überschwemmten Flächen zu betreten oder Hunde darin laufen zu lassen.

Die Produktion der Sandsackabfüllanlage im Katastrophenschutzzentrum in Hebertshausen läuft auf Hochtouren, 30.000 Säcke wurden bisher verteilt, weitere 20.000 werden befüllt.

 

Auf der Homepage des Umweltministeriums sind wichtige Verhaltensanweisungen und Informationen für Betroffene: https://www.hochwasserinfo.bayern.de/index_darksite.htm zu

Finden.

 

Im Landkreis Dachau muss in den kommenden Stunden mit Regen und weiter steigenden Hochwasserständen zu rechnen. Bewohnerinnen und Bewohner werden gebeten, die Wetterlage sowie die Pegelstände in den jeweiligen Gemeindegebiet zu beachten

 

Bahnverkehr:

Aktuell sind keine Streckenabschnitt gesperrt. Beim ÖPNV gibt es aufgrund von gesperrten Straßenabschnitten einzelne Umleitungen. Bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt beim MVV (https://www.mvv-muenchen.de/fahrplanausku oder MVV-APP)

 

Straßensperrungen:

Die Bundesautobahn A8 ist in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Sulzemoos und Dachau/Fürstenfeldbruck weiterhin gesperrt.

Mehrere Glonnbrücken mussten aufgrund der hohen Wasserstände gesperrt werden. Dies ändert sich mit fallenden Pegelständen jedoch laufend. Aktuell sind die Staatsstraßenverbindungen in Erdweg und Markt Indersdorf befahrbar. Die Ortsdurchfahrt Petershausen wird jedoch längerfristig gesperrt bleiben.

Zahlreiche weitere Straßen sind im ganzen Landkreis gesperrt, insb. im Gemeindebereich von Bergkirchen und Odelzhausen. Bitte die Sperrungen beachten, da auch bei ggf. nur noch niedrigen Wasserständen durch die Überflutungen ggf. vorhandene Straßenschäden nicht erkennbar sind.