Ehrengäste und Bürger feiern "80 Jahre politische Gemeinde"

80 Jahre politische Gemeinde

V.l. 2. Bürgermeister Stefan Handl, Landrat Stefan Löwl, Gemeinderätin und Kulturreferentin Ingrid Brünich, Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler und Josef Pscherer, der neue Vorsitzende des Heimatmuseums feierten gemeinsam.

(KA) Dieses Jahr scheint das Jahr der Jubiläen in Karlsfeld zu sein. Vor 80 Jahren – 1939 – wurde Karlsfeld als Gemeinde selbständig. Den „runden“ Geburtstag zelebrierte die Gemeinde am Sonntag, 19. Mai bei einem kleinen Festakt mit Ehrengästen und Karlsfelder Bürgern im Bürgertreff. Das Karlsfelder Klarinettenquartett sorgte für die musikalische Unterhaltung.

 

Die Sonderausstellung „Runde Erfolgsgeschichten – Gemeinde und Vereine feiern“, die im Anschluss an die Feierlichkeiten eröffnet wurde, ist eine bunte Mischung aus Vereinen, Parteien, Organisationen, Projekten und Einzelpersonen, auf deren Gründungsjubiläum, Bestehen oder Lebenswerk in dieser Ausstellung zurückgeblickt wird. Zahlreiche Gäste, unter ihnen Landrat Stefan Löwl, Altbürgermeister Fritz Nustede, viele amtierende und ehemalige Gemeinderäte, Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler sowie Karlsfelder Bürgerinnen und Bürger wurden von Stefan Handl, 2. Bürgermeister, an dem Sonntag begrüßt.

 

„Nach dem schweren Start in die Eigenständigkeit am 01.04.1939, kann Karlsfeld heute voller Stolz auf die sehr gut ausgebaute Infrastruktur, auf das breite Angebot an Schulen und Sportstätten und auf das friedliche harmonische Zusammenleben in der Gemeinde schauen, in der sich auch das Vereinsleben und Kulturangebot so bunt und vielfältig entwickeln konnte“, so Stefan Handl in seiner Rede. Die Entwicklung sei noch lange nicht zu Ende, denn die Gemeinde steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen – die Erfolgsgeschichte der Gemeinde Karlsfeld kann noch um viele Kapitel ergänzt werden. Einen besonderen Dank sprach er den fünf Bürgermeistern aus, die der Motor der Entwicklung waren bzw. sind. Zu deren Ehren wurden Portraitbilder angefertigt, die nach den Feierlichkeiten aktuell im Rathaus zu sehen sind.

 

Josef Pscherer, der neue Vorsitzende des Heimatmuseums, hat seine ganze Lebenszeit in Karlsfeld verbracht. „Rasante Entwicklungen fordern Entscheidungen für die nächsten Generationen“, so Pscherer. „Wir brauchen in Zukunft den Mut, etwas Besonderes zuzulassen und die Fähigkeit, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden“. Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler sprach über Geschichte und Klischees sowie von „Heimat“. Für den Begriff „Heimat“ gibt es keinen Plural. Jedoch zeige die Geschichte, dass Menschen mehrere „Heimaten“ im Geiste haben, so auch in dem modernen Karlsfeld, das einst 1.000 Einwohner zählte und aktuell über 23.000 Bürgerinnen und Bürger hat. Landrat Stefan Löwl lobte die Menschen, die sich für die Museumsarbeit einsetzen. „Heimat“ sei einerseits für ihn der Ort, an dem seine Liebsten sind, an dem man sich wohlfühlt. Man dürfe aber auch nicht die „Heimat“ vergessen, aus der man kommt. Was wäre Karlsfeld ohne seine Vielfalt an Menschen und Kulturen.

 

Nach den Feierlichkeiten wurde die Sonderausstellung aus Anlass des runden Geburtstages der politischen Gemeinde Karlsfeld und anderer Jubiläen im Heimatmuseum eröffnet. „Wir sind stolz, nichts angekauft zu haben wie andere Museen, alle Ausstellungsstücke wurden uns von Karlsfelder Bürgern unentgeltlich zur Verfügung gestellt“, so Horst Rubröder vom Heimatmuseum. „Die ganze Ausstellung wurde von Ilsa Oberbauer und den Mitgliedern selbst konzipiert, ohne Berater oder professionelle Extras und spiegelt das Charisma der Kuratorin wider – persönlich und dynamisch“. Wenn Ilsa Oberbauer, Kuratorin des Karlsfelder Heimatmuseums ihre Anekdoten und Geschichten über Karlsfeld wie die der Peggy March-Brücke, die nach der bekannten Schlagersängerin benannt wurde oder von dem Bild, das die bekannte Karlsfelder Kunstmalerin Edeltraut Klapproth dem Heimatmuseum zur Eröffnung geschenkt hat erzählt, macht das Lust auf mehr. Gerade dies macht das Heimatmuseum so sehenswert.

 

Die Ausstellung ist jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, von 14 bis 17 Uhr noch bis zum 20. Oktober zu sehen.

 

Foto: KA

 

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