Muro Lucano zu Gast in Karlsfeld

Bgm. Dr. Gerardo Mariani und Bgm. Stefan Kolbe in Karlsfeld

Freitag, den 1. Juli 2011

Gespannte Erwartung bei allen Beteiligten, wann der Bus mit den Gästen aus Muro Lucano bei uns in Karlsfeld eintrifft. Sie sind immerhin schon seit Donnerstag 23 Uhr unterwegs. 

Das offizielle Empfangskomitee, bestehend aus Frau Vogel als Sprecherin des Bürgerkomitees, Herrn Nicolai, stellvertretender Sprecher, Herrn Roth, Herrn Lombardi, Herrn Fezzuoglio und Herrn Troiano stand zur Begrüßung bereit.

Um 15.30 Uhr war es endlich soweit, der Bus war auf dem Parkplatz des Hotels eingetroffen, wo die 36 Erwachsenen und 3 Kinder untergebracht waren. 20 Jugendliche werden in der Turnhalle der Hauptschule Krenmoosstraße übernachten. 

Aber der Bürgermeister von Muro Lucano und die Stadträte sind nicht mit dabei, sie müssen später vom Flughafen abgeholt werden. 

Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus, besonders unter den italienischen Mitbürgern, die sich mittlerweile eingefunden hatten, fast wie eine Familienzusammenführung. 

Bürgermeister Kolbe hieß die Gäste herzlich willkommen. 

Im Bus waren die Mitglieder der “Banda Musicale San Gerardo Maiella“ der offiziellen Stadtkapelle von Muro Lucano und der „Associazzione Regina Giovanna D`angio“ einer Formation mit historischen Gewändern aus der Zeit um 1300. 

Den Businsassen war nach der langen Fahrt die Anstrengung dann doch anzusehen. Bis um 18.45 Uhr war Zeit zum Ausruhen, dann ging es mit dem Bus zum „Seegarten“, wo ein gemeinsames Beisammensein zum Kennenlernen stattfand. 

Grossansicht in neuem Fenster: Bgm. Dr. Gerardo Mariani und Bgm. Stefan Kolbe in KarlsfeldDie Begrüßung wurde auf Samstag, den 2. Juli anlässlich des offiziellen Empfangs im Bürgerhaus verschoben, da der Bürgermeister Dr. Mariani und die Stadträte erst sehr spät eintrafen. 

Nach der Eröffnung des Buffets bildete sich schnell eine lange Schlange. Bei unseren Gästen war nach einigem Zögern Schweinsbraten mit Knödel der Favorit, auch die anwesende Jugend hatte im ausgezeichnet angerichteten Buffet viel unbekanntes Schmackhaftes entdeckt, besonders die Nachspeisen.

Wir haben uns sehr gefreut, dass unsere Gäste sich offenkundig sehr wohlfühlten. 

Bürgermeister Kolbe und sein Amtskollege Dr. Mariani waren nun auch eingetroffen und man genoss die gesellige Atmosphäre, bis sich ab 23 Uhr die ersten Gäste verabschiedeten.

 

Samstag, den 2. Juli 2011

Zum offiziellen Empfang der Gäste aus Muro Lucano im Festsaal des Bürgerhauses waren auch alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde eingeladen. Zum Auftakt spielte die Blaskapelle Karlsfeld, während die Gäste Platz nahmen, darunter Altbürgermeister Nustede, Landrat Christmann, zahlreiche Gemeinderäte und gemeindliche Prominenz. 

Die Delegation aus Muro Lucano war in ihren Kostümen angetreten. 

Nach dem Abspielen der beiden Nationalhymnen erfolgte die Begrüßung der Gäste und Vorstellung des Bürgermeisters von Muro Lucano, Dr. Mariani. In der Ansprache wurde von Bürgermeister Kolbe die Bedeutung und Zielsetzung einer Städtepartnerschaft erläutert, verbunden mit dem Wunsch, große Akzeptanz in der Bürgerschaft zu erreichen um diese neue Verbindung weiter zu entwickeln. Auch die Jugend beider Orte soll künftig stark mit eingebunden sein, ebenso wie kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen gefördert werden sollen. 

Bürgermeister Dr. Mariani verglich in seiner Rede die Partnerschaft mit einem neugeborenen Kind, dem man beim Aufwachsen behilflich sein und sehr viel Sorgfalt und Pflege angedeihen lassen muss, es aber nicht überfordern sollte.

Nach Verlesen der einzelnen Artikel der Partnerschaftsurkunde, den Unterschriften der beiden Bürgermeister und dem Austausch der Gastgeschenke war der offizielle Teil des Empfangs beendet. 

Um 13.15 Uhr trafen die Gäste und das Komitee, am Hallenbad zur Aufstellung zum Festumzug ein.Grossansicht in neuem Fenster: Stadtkapelle von Muro Lucano 

Die Kostüme der Gäste erregten großes Aufsehen, in Karlsfeld hat man bei den vielen bisherigen Umzügen so etwas noch nicht gesehen. Aufgrund der günstigen Wetterlage, nicht zu heiß aber trocken, waren mehr Zuschauer als sonst üblich auf den Beinen und sparten auch nicht mit Applaus. Die tausend Fähnchen mit den Wappen von Karlsfeld und Muro Lucano waren am Wegesrand sehr gefragt. 

Nach dem Einzug in das Festzelt waren die erste Maß und eine Brotzeit fällig. „Ozapft is“, verkündete Bürgermeister Kolbe nach zwei Schlägen. Es folgten Ansprachen der Offiziellen. Anschließend dirigierte Herr Dr. Mariani die Karlsfelder Blaskapelle. Der Abend klang in gelöster Stimmung aus.

 

Sonntag, den 3. Juli 2011

Grossansicht in neuem Fenster: FestgottesdienstUm 9.45 Uhr wurden die Gäste mit dem Bus abgeholt und zum Festzelt gebracht. Dort traf man sich im fast vollbesetzten Zelt zum ökumenischen Gottesdienst. Die jeweiligen Predigten wurden von Frau Sansone übersetzt. Chor und Gospelgruppe lockerten die Atmosphäre auf, was durch die kurze sehr temperamentvolle Ansprache von Padre Vicenzo, dem italienischen Geistlichen, unterstrichen wurde. Die notwendige Übersetzung besorgte Herr Troiano.

Im Anschluss besuchte eine Gruppe die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Danach wurde die geplante Busrundfahrt durch die Gemeinde für unsere interessierten Besucher durchgeführt. Die Jugendlichen trafen sich im Jugendcafé.

Ab 18.30 Uhr fand ein bayerisch/italienischer Abend im Bürgerhaus statt. Die Gäste aus Muro Lucano kamen in Tracht und mit Musikinstrumenten „Banda Musicale San Gerardo Maiella“ und in historischen Kostümen „Associazzione Regina Giovanna D`angio”. Für den bayerischen Teil spielte die Karlsfelder Blaskapelle und traten die “Knödldrahra” mit großem Erfolg auf.

Anschließend konnte der offizielle Teil des Abends mit den kurzen Ansprachen der beiden Bürgermeister beginnen. Seitens unserer Gäste wurde die Gegeneinladung für den 1. bis 4. September (Fest des Heiligen San Gerardo) ausdrücklich ausgesprochen, verbunden mit dem Wunsch, die neue Partnerschaft möge nicht mit dem Besuch der deutschen Delegation enden.

Das Buffet wurde eröffnet. Die mitgebrachten Spezialitäten unserer Gäste (Schinken, Salami, Käse und Rotwein) erfreuten sich regen Zuspruchs, aber auch unsere landestypischen Speisen waren allseits sehr begehrt. Herr Michele Fezzuoglio dankte in einer kurzen Ansprache als Initiator der Partnerschaft allen Aktiven. Auf der großen Leinwand wurden Bilder aus Muro Lucano gezeigt, um den Anwesenden einen kleinen Eindruck von der Stadt und ihrer Umgebung zu vermitteln. Anschließend spielte ein italienisches Duo mit Keybord und Akkordeon zum Tanz auf.

Grossansicht in neuem Fenster: bayerisch/italienischer  AbendMan hatte Gelegenheit, das Komitee von Muro Lucano, die Mitglieder des Stadtrates sind,

kennen zulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Das Komitee setzte sich zusammen aus Sprecher Antonio Mennonna, Teresa Ferrara, Giuseppe Eligiato, Nunzio Barile und Nicola Ferrara. Der gemeinsame Wunsch, die neu geschlossene Partnerschaft nach Kräften zu fördern, wurde hier noch einmal im kleinen Rahmen bekräftigt.

 

Montag, den 4. Juli 2011

Um 10 Uhr fand vor dem Hotel das große Einladen in den Bus statt. Die Gäste für die Busfahrt wurden herzlich verabschiedet mit der festen Versicherung, im September beim Gegenbesuch auch wirklich dabei zu sein.

Da Bürgermeister Dr. Mariani und ein Teil der Stadträte erst gegen 14 Uhr zum Flughafen gebracht wurden, traf man sich anschließend im Sitzungssaal des Rathauses um dort Eindrücke, Wünsche und Anregungen auszutauschen. In einer kurzen Ansprache erläuterte Bürgermeister Dr. Mariani seine Vorstellungen über die künftige Ausgestaltung der Partnerschaft. Alle Anwesenden haben diese Vorhaben und Pläne positiv beurteilt. Nahziel ist der bevorstehende Besuch in Muro Lucano. Dort wird man über weitere Möglichkeiten beraten können. Nachdem Bürgermeister Dr. Mariani und seine Ratskollegen nochmals ihre Freude über den Empfang und die Ausgestaltung des Programms mit herzlichen Worten des Dankes ausgedrückt hatten, begab man sich gemeinsam zum letzten Programmpunkt, dem Besuch des Heimatmuseums. Durch Vortrag und Übersetzung wurde ein Bild der Geschichte und der Entwicklung der Gemeinde Karlsfeld dargestellt.

 

Freundschaft ist nicht nur ein kostbares Geschenk, sondern eine dauernde Aufgabe.

 

Peter-Ingo Nicolai

 

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