1. Bürgermeister Stefan Kolbe zur Corona-Krise

Erster Bürgermeister Stefan Kolbe

 

Liebe Karlsfelderinnen und Karlsfelder,

 

Ministerpräsident Markus Söder hat am 16. Juni weitere Lockerungen in einer Pressekonferenz vorgestellt, nachdem sich die Zahlen in Bayern positiv entwickelt haben. So wurde am 17. Juni nach drei Monaten der Katastrophenfall beendet, den die Staatsregierung Mitte März ausgerufen hat. In kleinen, aber wichtigen Schritten, gelangen wir langsam wieder zur Normalität.

 

Damit „mehr Menschlichkeit“ möglich wird, werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. So sind seit dem 17. Juni auch wieder Treffen mit bis zu zehn Menschen aus mehreren Haushalten erlaubt. Ich freue mich für alle Karlsfelderinnen und Karlsfelder, dass sie vielleicht nach mehreren Wochen wieder Menschen treffen dürfen, die sie lange nicht gesehen haben.

 

Lockerung im Handel: Die Maskenpflicht im ÖPNV und Geschäften (als Besucher) bleibt nach wie vor bestehen, jedoch müssen Verkäuferinnen und Verkäufer künftig keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen, wenn eine Plexiglasscheibe als Schutz vorhanden ist. Zudem können seit dem 22. Juni etwa doppelt so viele Menschen gleichzeitig in einem Geschäft einkaufen wie bisher. Das ist auch ein Vorteil für die Karlsfelder Gewerbetreibenden, die ihre Geschäfte mehrere Wochen schließen mussten und jetzt langsam wieder eine Steigerung erleben.

 

Es freut mich auch sehr, dass die Gastronomiebetreiber seit dem 22. Juni wieder bis 23 Uhr öffnen dürfen, anstatt wie bisher um 22 Uhr. Auch die Tourismusbranche kann sich langsam erholen. So sind seit dem 22. Juni wieder Gruppenreisen erlaubt und es dürfen in den Bussen wieder alle Plätze bei Einhaltung der Maskenpflicht besetzt werden.

 

Seit 22. Juni können mit einem entsprechenden Hygienekonzept auch wieder kleinere Feste und Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen in Innenräumen und 100 im Freien stattfinden. Dies gilt insbesondere für Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen.

 

Auch Chöre dürfen wieder proben. Voraussetzung ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Teilnehmern, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Das bundesweite Verbot für Großveranstaltungen gilt bis Ende Oktober, ggf. wird es verlängert. Die Personenhöchstzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen werden mit fest zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen auf 100 Personen in Innenräumen und 200 im Freien erhöht. Wichtige große Karlsfelder Veranstaltungen mussten leider aufgrund der Bestimmungen abgesagt oder verschoben werden, aber auch kleinere Feste werden Karlsfeld in dieser Zeit bereichern.

 

Gottesdienste können nun auch mit mehreren Besuchern gefeiert werden. Der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Besuchern wird von zwei Metern auf 1,5 Meter verringert.

 

Auch die Sportbegeisterten dürfen sich über Lockerungen freuen. Die bisher geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und den Indoor-Sport von 20 Personen werden aufgehoben, künftig sind für die Teilnehmerbegrenzung die räumlichen Begrenzungen entscheidend. Hallenbäder und Thermen können am 22. Juni wieder öffnen. Der Sommer in Karlsfeld kann trotz einiger Beschränkungen kommen.

 

Die Schulen sollen ab September wieder zum „normalen Regelbetrieb“ zurückkehren, falls es die Infektionszahlen zulassen, jedoch weiterhin mit Hygieneregeln. Die Karlsfelder Eltern haben bewiesen, wie flexibel sie sind. Sie haben diese Krise bravourös gemeistert.

 

Die von Landrat Stefan Löwl gegründete Koordinierungsgruppe „Pandemie“ trifft sich regelmäßig im Landratsamt Dachau. Gemeinsam mit mir als Bürgermeister-Obmann beraten die Vertreterinnen und Vertreter von Gesundheitsamt, Katastrophenschutz, Amper Kliniken, niedergelassenen Ärzten sowie Apothekern und dem BRK die aktuelle Situation und stimmen die Pandemieplanungen im Landkreis ab.

 

Auf unserer Homepage www.karlsfeld.de (Startseite: „Wichtige Informationen zum Corona-Virus“) haben wir für Sie wichtige Informationen sowie Hilfen, sozial wie auch wirtschaftlich, zusammengestellt. Für Bürgerinnen und Bürger wurde über das Bayerische StMGP beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Hotline eingerichtet: Corona-Virus-Hotline: 09131 6808-5101.

 

Bitte bleiben Sie geduldig, zuversichtlich und vor allen Dingen gesund, wir werden diese Krise gemeinsam meistern.

 

Ihr Stefan Kolbe

1. Bürgermeister

 

 

 

 

 

 

 

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Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,Wappen und Schriftzug

 

seit Montag, 27.4.2020, sind die Corona-Einschränkungen und Ausgangsbeschränkungen in Bayern deutlich gelockert worden. Auch die Kommunen im Landkreis können seit diesem Zeitpunkt alle öffentlichen Dienstleistungen grundsätzlich wieder anbieten. Die Rathäuser und das Landratsamt sind wieder für alle Bürgerinnen und Bürger nach vorheriger Terminvereinbarung – auch ohne Vorliegen „triftiger Gründe“ – geöffnet. Allgemeine Öffnungszeiten bzw. Vorsprachen ohne Termin können zur Sicherstellung der hygienischen Vorgaben vorerst aber noch nicht ermöglicht werden. Natürlich besteht – wie bisher - weiterhin die Möglichkeit, Anträge schriftlich oder elektronisch zu stellen bzw. behördliche Dienstleistungen oder Beratungen auch ohne persönlichen Kontakt (z.B. telefonisch) in Anspruch zu nehmen.

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